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Über uns » Unternehmen » Geschichte » HUBER+SUHNER AG

Print viewHUBER+SUHNER heute

Nach einer über Jahre gewachsenen Konkurrenzsituation – vor allem auf dem engen Schweizer Binnenmarkt – fusionieren die beiden traditionsreichen Familiengesellschaften Aktiengesellschaft R.+E. Huber sowie Suhner & Co. AG im April 1969. Aus Konkurrenten werden Partner, und unter dem Namen HUBER+SUHNER AG entsteht eine eigentliche «Vernunftehe». Es beginnt eine mehrere Jahre in Anspruch nehmende Organisations- und Standortbereinigung sowie eine konsequente Sortimentsaufteilung. Die Produktgruppen «Kabel und Kabelsysteme» und «Nachrichtenübermittlungstechnik» werden in der Folge zulasten von traditionellen, export- bzw. ertragsschwachen Kautschuk- und Kunststoffartikeln stark gefördert. Im Zuge dieser Neustrukturierung wird das «Sucoflor» Bodenbelagsgeschäft an die Forbo AG in Giubiasco verkauft.

Auf Grund geschickter Nutzung der durch die Fusion entstandenen Synergien entwickelt sich das neu gegründete Unternehmen in den folgenden Jahren kontinuierlich. Vor allem dem Aufbau internationaler Marktpräsenz wird besonderes Augenmerk geschenkt, 1974 erfolgt die Gründung einer Tochtergesellschaft in Australien und zwei Jahre später ist HUBER+ SUHNER AG bereits in 28 Ländern weltweit vertreten. Forschung und Entwicklung werden koordiniert.

In den USA folgt einer jahrelangen Marktbearbeitung durch Vertretungen 1986 die Gründung der ersten Vertriebs-Tochtergesellschaft in Boston, zwei Jahre später übernimmt HUBER+SUHNER AG die Kabelfabrik Champlain Cable Corporation in Winooski (Vermont) mit rund 250 Mitarbeitern.

Mit der Entwicklung von wärmeschrumpfbaren, chemisch oder elektronisch vernetzten Kunststoffteilen und -schläuchen für die Energieverteilung und den Elektronikbereich wird im Werkstoffsektor des Werks Herisau ab 1978 ein neuer Akzent gesetzt. Ihm folgt in den späten achtziger Jahren ein weiterer wichtiger Innovationsschritt: im Werk Pfäffikon tritt das Unternehmen unter Einsatz namhafter Mittel in die noch junge Technologie der Verarbeitung kohlefaserverstärkter Kunststoffe ein.

In den frühen neunziger Jahren setzt sich die Verstärkung der Marktpräsenz im Ausland kontinuierlich fort: In Frankreich, Hong Kong und Singapur werden Tochtergesellschaften gegründet; den Ländern im ostasiatischen Raum wird ganz allgemein höhere Aufmerksamkeit zuteil.

Ab Januar 1996 gehört auch die Mageba SA in Bülach zur HUBER+SUHNER-Gruppe. Diese Firma ist weltweit aktiv als führender Hersteller von Brückenlagern. Mit der Gründung der HUBER+SUHNER GmbH in Bad Salzdetfurth (D) im selben Jahr verschafft sich das Unternehmen weltweit besseren Zugang auf dem Gebiet des Mobilfunks. Um der Tochtergesellschaft Winterhalter+ Fenner AG ein langfristig gesichertes Überleben zu ermöglichen, wird der Elektrogrossist im August 1996 an eine europaweit tätige elektrotechnische Gruppe verkauft. Dadurch eröffnen sich für HUBER+SUHNER AG im Rahmen der verstärkten Internationalisierung zusätzliche Vertriebskanäle für deren Spezialprodukte.

Durch gezieltes Nutzen der Synergien zwischen den verfügbaren Technologien konnten neue, marktführende Erzeugnisse entwickelt werden. Produkte für den weltweit expandierenden Telekommunikationsbereich machen Ende 1996 bereits gut die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Zwei Jahre später werden weitere Anstrengungen unternommen, um die internationale Präsenz zu verstärken. In Europa wird die Ablösung der langjährigen schwedischen Vertretung durch eine eigene Gesellschaft realisiert und erfolgreich abgeschlossen.

In den USA beginnt der Aufbau einer weiteren Fertigungsstätte in Gilbert, Arizona. In China, wo die Gruppe bis anhin in Hong Kong vertreten war, wird ein Verkaufsbüro in Shanghai eingerichtet und der Aufbau einer Fertigungsstätte in Shenzhen in Südchina in Angriff genommen. Fürdie Erschliessung des südamerikanischen Raumes erfolgt zusätzlich in Brasilien die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft.

Restrukturierungsmassnahmen stehen im Mittelpunkt des Geschäftsjahres 1999. Im Zuge entsprechender Schritte wird in der zweiten Jahreshälfte die 1987 erworbene Firma Henry Berchtold AG, Kollbrunn, welche auf dem Gebiet der Spinnzylinder tätig war, vollständig in die Werkstofftechnik im Werk Pfäffikon integriert.

Im Jahr 2000 entsteht im früheren Werk Kollbrunn ein Produktionsbetrieb für Fiberoptik mit80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein Jahr später eröffnet HUBER+ SUHNER AG in Goldach ein Montagewerk für Mobilfunk-Antennen mit 60Arbeitsplätzen. Die weltweite Präsenz wird verstärkt durch die Gründung von Verkaufsgesellschaften in Holland und in den USA. In Daventry, England, erstellt das Unternehmen ein neues Montagewerk für Bahnkabel und Kabelsysteme.

Das Geschäftsjahr 2000 ist geprägt von einem ausserordentlich stürmischen Auftragseingang, der in der Firmengeschichte bislang einmalig ist. Frühere Umstrukturierungen sowie kontinuierliche Aufbauarbeit und Spezialisierung auf dem Gebiet der Hochfrequenz- und Lichtwellenleiter-Technologie zahlen sich aus.

Per 1. April 2001 zieht sich die Firma aus dem hart umkämpften Markt der Wärmeschrumpftechnik zurück und konzentriert sich damit vermehrt auf ihre Kernkompetenzen. Die 1996 erworbene Mageba SAwird ebenfalls per 1. April 2001veräussert. Im gleichen Monat erwirbt HUBER+SUHNER AG die dänische Firma Crimp A/S, Allerød. Diese vertreibt seit 1970 Produkte der Nachrichtentechnik von HUBER+SUHNER AG.

Um die Angebotspalette im Unternehmensbereich Polymer-Systeme mit Produkten aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen zu ergänzen, übernimmt HUBER+SUHNER AG im Frühjahr 2001 den Bereich Faserverbundstoffe der deutschen Firma AIK, (AEG Isolier- und Kunststoff GmbH), Kassel, und integriert die Produktion ins Werk Pfäffikon.

Die weltweite konjunkturelle Abkühlung, speziell im Bereich der Nachrichtentechnik, trifft HUBER+SUHNER im 2. Halbjahr 2001 stark. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens müssen in der Schweiz und im Ausland Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Zugevon Portfoliobereinigungen beschliesst das Unternehmen den Ausstieg aus der Produktion vonGummiwaren und Gummi-Formartikeln sowie aus der Umwelttechnik und aus der Filterproduktion für die Nachrichtentechnik.

Die im Jahr 2000 eingesetzte Führungstroika als Chief Executive Committee CEC wird per 1.Mai 2002 durch einen Chief Executive Officer CEO ersetzt. Ebenso erfährt das Unternehmen eine vereinfachte innere Struktur mit zwei Businessektoren «Mobilfunk + Elektronik» sowie «Kabeltechnik + Netzwerke».

Mit dem Leitgedanken «Excellence in Connectivity Solutions» gibt sichdie HUBER+SUHNER Gruppe ein klares Profil für die Zukunft. Im Rahmen einer umfangreichen Restrukturierung erfolgt die strategische Neuausrichtung auf die drei Kernkompetenzen Hochfrequenz-, Fiberoptik- sowie Kabel- und Polymertechnik. Das Unternehmen fokussiert sich auf Komponenten und Systeme rund um die elektrische und optische Verbindungstechnik. Im Mittelpunkt stehen die drei Hauptmärkte Kommunikation, Transportmittel und Industrie.

Im Zuge dieser strategischen Fokussierung verkauft HUBER+SUHNER 2003 einerseits die deutsche MRS GmbH in einem Buy-Out an das Management und den Kabelhersteller Champlain Cable Corporation in den USA an eine lokale Investorengruppe. Anderseits veräussert sie am schweizerischen Standort Pfäffikon die Abteilung Industriewalzen und Polyurethan-Formartikel an eine belgische Investorengruppe.

Insgesamt bedeutet aber 2003 für HUBER+SUHNER trotzdem das Jahr der Wende. Nach zwei äusserst schwierigen Geschäftsjahren kehrt das Unternehmen wieder indie Gewinnzone zurück. Die Dividenzahlung wird nach nur einmaligem Ausfall wieder aufgenommen.

Nach der Rückkehr in die Gewinnzone und den erzielten Fortschritten ist HUBER+SUHNER zuversichtlich die Profitabilität weiter steigern zu können und wieder auf den Wachstumspfad einzuschwenken.

Privacy policy | Haftungsausschluss © 2012 HUBER+SUHNER | Überarbeitet 07-Mai-2009
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